Daiwa-Cormoran Cup 3.+ 4. Juni 2006

 

Am vergangenen Wochenende fand der diesjährige Daiwa-Cormoran Cup an der Donau bei Illkofen statt. Eine landschaftliche wunderschön gelegene Strecke mit reichlich Fisch lockte 56 Duos zu diesem fabelhaft organisierten Angeln. Aus ganz Deutschland und sogar aus dem benachbarten Ausland reisten Teams an, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Mannen um Heinrich „Heiner“ Dettweiler des AC Donaufischer knieten sich mächtig rein, um eine unvergessliche Veranstaltung zu präsentieren. Auch Markus – Mainstipper - und ich konnten über Umwege an diesem Cup teilnehmen, Markus angelte zusammen mit Peter Zengel vom SAC Mühlheim und ich war der Duo-Partner von Günter Gröting, Tubertini Bayern und Gewinner des letztjährigen  Tubertini Cups in Cheb. Auch vereins- bzw. firmenübergreifend üben wir unser schönes Hobby aus, das Kennen lernen Gleichgesinnter steht für uns im Vordergrund und hat uns schon tolle Bekanntschaften beschert. Selbstverständlich hätten wir selber zwei bis drei Mannschaften vom Team Sensas Jagsttal gestellt, jedoch war die Veranstaltung sehr schnell ausgebucht und nur Dank Heiner Dettweiler konnten noch zwei von uns mitmachen.

 

Das Wetter spielt bekanntlich in diesem Jahr nicht so mit, wie wir es gerne hätten und den Fischen behagen die nicht frühlingshaften Temperaturen genauso wenig wie uns. Einige Teams – darunter auch die Mannen des SAC Mühlheim – fuhren schon einige Tage vorher an die Donau, um sich einen Eindruck vom Beißverhalten der Fische machen zu können. Die Ergebnisse der ersten Trainingseinheiten waren alles andere als berauschend. Es wurden nur sporadisch Fische gefangen und die Aussichten für den Cup waren nicht so toll. Der Wasserstand der Donau war durch die anhaltenden Regenschauer stark gestiegen und somit musste man erheblich schwerer angeln als sonst üblich. Wo sonst 4g völlig ausreichend waren, musste mit 10g geangelt werden. Zum Glück änderte sich das Beißverhalten und auch der Wasserpegel zum Auftakt der Veranstaltung.

 

Nach dem Treff am Samstag um 10:00 Uhr im Sportheim in Illkofen, wurden die vier Sektoren unter den anwesenden Anglern ausgelost und dann ging es recht fix an die Donau. Die Fische waren am ersten Tag überwiegend an den Plätzen, an denen bereits an den Vortagen trainiert wurde. Dies war hauptsächlich an den Stellen, wo man mit dem Fahrzeug gut hinfahren kann und sein „spartanisches“ Tackle einfach über den Damm bekam. Die Fische, welche gefangen wurden, waren hauptsächlich Alande, Rotaugen, Rußnasen und Brassen. Beeindruckend ist die Größe dieser Fische, Alande um die fünf und Brassen um die 8 Pfundmarke sind absolut keine Seltenheit und liefern einen ausgezeichneten Drill an feinem Geschirr (ich konnte mich am zweiten Tag mehrfach davon überzeugen, was diese Brassen und Alande für eine Power haben, Wahnsinn!). Geangelt wurde mit Poles bis 13m und Feederruten, welche überwiegend auch die größeren Gewichte brachten. Der Drill dieser gigantischen Fische an der Stange ist für mich immer noch das Non-plus-Ultra und stellt kein Vergleich zum Drill mit einer Feederrute dar. Man sah an den Poles hauptsächlich Cralussos oder andere Tellerposen, Tunkmontagen und natürlich auch Tropfenposen, welche um die 6-15g gewählt wurden. Die Feederangler kamen mit Gewichten zwischen 40-80g aus. Die Fische waren – trotz aller negativen Voraussagen - in guter Beißlaune und es wurden gute Gewichte auf die Schuppen gelegt. Nach dem Wiegen gab es für Markus und Peter die erste Überraschung, Sie lagen in der Gesamtwertung mit 3 Punkten auf dem ersten Platz. Peter angelte mit der Feederrute und eine souveräne 1, Markus – unser Techniker – bevorzugte die 13m Bahn und kam auf einen guten 2. Platz. Tolle Aussichten für den zweiten Tag. Bei meinem Partner Günter und mir lief es nicht so berauschend, Günter angelte die 7 und ich kam über Platz 12 im Sektor nicht hinaus. Es war stellenweise sehr platzabhängig, wie das Resultat von Heiner Dettweiler bestätigte. Der Lokalmatador saß neben mir auf der A 15 und fing ein Kilo weniger als ich. Beim Abwiegen im D-Sektor konnten wir uns davon überzeugen, dass nur die unteren Platzziffern Gewicht machen konnten und umso weiter man nach oben kam, die Gewichte immer mehr abgenommen haben. Motivation für den zweiten Tag war angesagt. Gesamtplatzierung für Günter und mich war die 12.

 

Am Sonntag war bereits um 6:00 Uhr das Treffen für die Verlosung der Plätze im Sportheim angesagt, das ein oder andere Bierchen vom Vorabend ließ sich noch in den Gesichtern erkennen, was die Vorfreude auf den zweiten Durchgang aber nicht weiter beeinträchtigte. Wie bereits erwähnt, wurden durch die massiven Fütterungen vom Vortag die Fische in die gewünschte Distanz „gelotst“ und es wurde dann mehr Fisch gefangen als am Vortag. Unsere Freunde des AC Donaufischer – u. a. Günter Gröting – rieten uns, noch massiver zu füttern als am Vortag. 40-50! Liter Futter plus Lebendköder sollten die gewichtigen Fische am Platz halten und das gerade mal für eine Angelzeit von vier Stunden. Als Köder waren Maden, Caster und stellenweise Würmer die beste Wahl, um an die Fische zu kommen. Markus konnte seine starke Leistung vom Vortag bestätigen und angelte eine 3, Peter hingegen landete auf einem 11. Platz. Bei mir lief es allerdings besser als beim Vortag und so konnte ich eine gute 5, mein Partner Günter eine 8 im Sektor angeln.

 

Nach dem Durchgang am Sonntag trafen sich die Angler im Sportheim, wo ein deftiges Mahl die ausgehungerten Angler erwartete. Heiner Dettweiler übernahm die Ehrung der besten Angler und verteilte zusammen mit Christian Schranner die tollen Ehrengaben der Firma Daiwa-Cormoran. Ich persönlich habe noch keine Veranstaltung gesehen, wo jeder teilnehmende Angler ein Präsent bekommt, hier war es der Fall! Markus und Peter kamen auf einen super 2. Platz in der Gesamtwertung und Günter und ich verbesserten uns noch auf  Platz 10. Zufrieden waren wir alle, denn wo hat denn schon die Möglichkeit, solche Fische an den Haken zu bekommen und vor allem so nette Angler zu treffen. Viva Bavaria!

 

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Heiner Dettweiler, Christian Schranner, Günter Gröting und die Mannen des AC Donaufischer. Eine exzellente Veranstaltung, die wir auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder besuchen werden. Einen besonderen Dank noch an die Mannen des SAC Mühlheim und an Helmut Wölker vom Browning-Team Bayern, welche uns im Vorfeld mit reichlich Informationen versorgt haben. Grüße noch an Philipp und Lucky aus unserem Forum, wir sehn uns bestimmt wieder!

 

 

Achim Tomasits