Hegefischen des SFV Gochsen


Am 22.07.2007 fand das zum Fischerfest alljährliche Hegefischen statt. Gefischt
wurde im Staubereich der Vereinsstrecke des Kochers wo eine Wassertiefe von bis
zu über 4 m anzutreffen ist und die Breite des Flusses beachtliche gute 30-35 m
aufweist.
Das Ufer wurde einseitig befischt. Alle gängigen Angelmethoden waren erlaubt. 32
Petrijünger fanden sich für die Veranstaltung ein.

Das Match-Team-Jagsttal war mit Thomas unserem jüngsten Mitglied, Volker und mir
(Ricardo) vertreten. Nach einer kurzen Informationsrunde im Fischerzelt und
Ziehen der Startnummern ging es flugs an die Angelplätze. Die Tackles mussten
ca. 40 m zum Angelplatz getragen werden. Für den Aufbau hatten wir lediglich 30
Min. zeit und wir mussten auf die Tube drücken. Mit 10 Minuten Verspätung war
ich schließlich zum Auswurf gerüstet.
Volker fischte mit der Pole auf der 11 m Bahn, Thomas auf 9,50 m. Ich entschied
mich für das Feedern auf ca. 15 m Entfernung. Das Gerät sah wie folgt aus. 3,60
m Feederrute mit light-medium Spitze, Freilaufrolle bespult mit 0,22 er Leine,
Schlaufenmontage mit 30 gr. Futterkorb, 60 cm Vorfach, dünndrähtiger
langschenkliger Silberhaken der Größe 12.

Die Gewässerbedingungen waren recht zufriedenstellend, das Wasser war leicht
angetrübt. Nach dem andauernden mäßigen Hochwasser der letzten Wochen fast schon
als ideal zu bezeichnen. Während der 5 stündigen Session stieg der Pegel
allerdings um wenige cm an, sodass Volker und Thomas die Pose mehrmals
korrigieren mussten.

Das Feederfutter, eine Eigenherstellung von Magic alpha sollte zum Erfolg
führen. Eine hochwertige Mischung aus welcher der Spekulatiusgeruch nicht
wegzuleugnen war. Bei richtiger Befeuchtung lies sich das Futter gut in den Korb
drücken und wurde nach erreichen des Gewässergrunds beim 1. Ruck komplett
freigegeben. An dieser Stelle ein besonderer Dank an Magic, nicht nur wegen des
Futters. Er ist stets hilfsbereit und bleibt mit seinen Erfahrungen und Tipps
die er inzwischen gesammelt hat nicht hinter dem Berg !

Nach dem Anfüttern ( 5 große Futterkörbe ) hieß es zunächst abwarten. Es war
fast windstill - so konnte man den leichtesten Zupfer registrieren. Erst gegen
Mittag wurde der Wind lebhafter. Keine 10 Minuten später stellte sich der 1.
Biss ein. Ein paar kurze Dippen an der Feederspitze kurz hintereinander – zack,
der Anhieb saß. Ein Rotauge von 20 cm wanderte über den Kescher. Gleich darauf
das nächste, die gleiche Größe. Das 3. Fischlein war ein kleiner Brassen jedoch
nicht größer als die Vorgänger. Auf die dicken Brassen richteten wir unser
Augenmerk. Tags zuvor gingen beim Mannschaftsfischen Stückgewichte von bis zu 3
kg an den Haken.
Wieder wenige Minuten erneuter Biss und die Gegenwehr nahm zu. Der 1.
Pfundsbrassen
ist in Sicht und lernt die Keschermaschen kennen. So kann es weitergehen mit der
Gewichtssteigerung dachte ich. Doch weit gefehlt. Eine knapp 2o-minütige
Beißpause war die Folge. Dann wieder eine Beissphase mit 3 Exemplaren wobei der
letzte Brassen ein Stückgewicht von ca. 750 gr. aufwies. Dann plötzlich wieder
Funkstille. So ging es dann im Wechsel bis zum Ende . Die ganz Großen blieben an
meinem Platz aus. Es war auch schwierig sich einen Reim zu machen was der
Top-Köder an diesem Tag ist. Mal kamen die Bisse nur auf 2 Maden, dann wieder
Maden/Caster Kombi, ein anderes mal Wurmstückchen und 1 Made. Auf Mais/Made oder
loses Maiskorn blieben die Bisse sogar gänzlich aus.
Diverse Dipps sollten aus der Patsche helfen doch auch hier konnte kein
eindeutiges Heilmittel gefunden werden. Mit letztlich 12 Brassen und 2 Rotaugen
ging bei mir die Session zu Ende. Von der Stückzahl nicht gerade schlecht doch
das Gewicht hinkte doch arg hinterher.
Nun hieß es wieder zügig die Gerätschaften abbauen und einpacken um pünktlich am
Wiegeplatz zu erscheinen. Etwa 80 % der gefangenen Fische bestanden aus Brassen,
gefolgt von Rotaugen und soweit ich noch verfolgen konnte 2 Aale und 1 Schleie.
Zuerst ging es dann ins Festzelt zur Einnahme einer deftigen Mahlzeit und um den
Durst zu löschen.

Die Bekanntgabe der Ergebnisse und Übergabe von Ehrengaben wurde im Anschluss
vom Jugendwart des SFV Gochsen vorgenommen. Das Match-Team-Jagsttal zog sich
achtbar aus der Affäre. Thomas konnte außer einem Rotauge keine weiteren Fische
in die Wertung bringen. Ein guter Aal verabschiedete sich unmittelbar vor dem
Keschern. Volker mit 6.400 gr. und ich mit 4.060 gr. belegten die Plätze 4 und
5. Der Tagessieger konnte ein Fanggewicht von 9.900 gr. vorweisen.

Nach einem Smaltalk mit dem Jugendwart traten wir die Heimreise an.
Dem SFV Gochsen  ein Lob für die gut organisierte Veranstaltung welche
reibungslos verlief. Wir wünschen unseren Nachbarn aus dem Kochertal noch ein
schönes Angeljahr und stets  "Petri Heil."

Richard Bachert
(Ricardo)