1. Sänger Tandem Cup 2006

Text: Achim Tomasits

 

Am Sonntag, den 3. September trafen sich 42 Tandems zum 1. Sänger Tandem Cup in Trennfeld am Main. Das von Carsten Heppert/ Firma Sänger organisierte Hegeangeln lockte zahlreiche Tandems und Teams aus nah und fern und man traf bekannte Gesichter beim vorbildlich vom Fischereiverein Trennfeld organisierten Frühstück. Ziel des Hegeangelns war das Umsetzen der im Main gefangenen Fische in den vereinseigenen, von Kormoranen geschädigten See. Und wie das in der Friedfischszene so ist, zahlreiche Angler folgten dem Aufruf von Carsten und angelten gerne bei dieser Veranstaltung mit.

 

Bevor es zur Vergabe der Startkarten kam, erläuterte der 1. Vorsitzende des Fischereivereins Trennfeld die Hintergründe des Hegeangelns und stellte den Anwesenden den Verein, bzw. die bewirtschafteten Gewässer vor. Nach diesem Vortrag erfolgte noch ein kurzes Statement von Carsten und dann ging es auch gleich mit der Auslosung der Angelplätze weiter.

Geangelt wurde in zwei Sektoren – A und B – wobei der B-Sektor aufgrund eines Motorbootsvereins geteilt werden musste. Der Main zeigt sich bei Trennfeld eher von seiner zahmen Seite, Durchschnittstiefe bei ca. 2-3,5m, langsame bis mittlere Strömung und zeichnet sich durch eine sehr gute Wasserqualität aus. Dementsprechend wachsen die Fische zu beachtlichen Größen heran, allen voran die Barbe. Die Artenvielfalt ist sehr umfangreich und der passionierte Friedfischangler kann in einer wunderschönen Landschaft zahlreiche unterschiedliche Fischarten auf die Schuppen legen.

 

Das Team Sensas Jagsttal stellte bei dieser Veranstaltung zwei Tandems, Andreas Schwab (Magic) und Markus Fischer sowie Andreas Esslinger und ich nahmen an dem 1. Sänger Tandem Cup teil. Leider konnte ein drittes Tandem nicht teilnehmen, da Enrico kurzfristig beim DAV Anglertreff nachgerückt war. Diesen Ausfall verschmerzten wir jedoch gerne, da die Teilnahme am Anglertreff für Enrico und das Team Sensas Jagsttal ein großer sportlicher Erfolg darstellte. Magic und Markus zogen einen Platz im B- und Andreas und ich einen Platz im A-Sektor. Gute Voraussetzungen also für unsere beiden Tandems.

 

Die gut bemessene Aufbauzeit von fast 2 Stunden wurde von vielen Teilnehmer genutzt, um die unterschiedlichsten Ruten aufzubauen. Man sah Feeder-, Stipp-, Bolo- und auch stellenweise Matchruten im Einsatz, unterschiedliche Futterstrategien sollten den Fisch schnell zum Haken führen und so bauten einige Experten das gesamte Repertoire des modernen Friedfischangelns auf. Bei den Stippanglern kamen Montagen zwischen 1–5g und bei den Feederanglern Futterkörbe zwischen 40–80g zum Einsatz. Viele einheimische Angler, welche zahlreich an der Strecke unterwegs waren, waren von dieser Vielfalt an mitgebrachtem Tackle überwältigt und unterhielten sich gerne mit den Teilnehmern, um Einblicke in die für sie unbekannte Angelmethoden zu erhalten. Der ein oder andere hat eventuell auch etwas ganz anderes gedacht, das kann ich aber nicht mit Sicherheit bestätigen und so blieben auch diese Angelkollegen in positiver Erinnerung.

 

Die Angelzeit wurde von 9:00 – 13:00 Uhr festgelegt und war auch für die meisten Angler ausreichend, um zahlreiche Fische zu erbeuten. Auch während des Angeln kümmerten sich die Vereinsmitglieder des FV Trennfeld hervorragend um die Teilnehmer, mehrmals kamen diese mit Getränken an den Angelplätzen vorbei.

Wie bereits schon erwähnt, es wurden unterschiedlichste Taktiken angewandt, mal mit der Pole, mal mit der Feeder- oder auch mit der Bolorute - welche durch den zunehmenden Wind nur am Anfang des Angelns eingesetzt wurden konnte – um an den Fisch zu kommen. Die Angler mit den Poles bzw. Stippen fingen als Hauptfisch das Rotauge in Gewichten um die 300-400g, bei den Feeder-Experten fand man hingegen auch die Barbe in ihrer Fangausbeute.

 

Das Wetter spielte an diesem Tag auch mit, wobei es in den Morgenstunden noch sehr nach Regen roch. Dieser hielt sich aber dezent zurück und so wurde es ein sehr angenehmes Angeln. Lediglich der starke Schiffsverkehr nervte die Teilnehmer stellenweise, bis zu 30 Schiffe kreuzten die Futterspuren der Angler, und das in einer Entfernung von gerade mal 10-15m. Zahlreiche Großfische gingen hierbei verloren, da bei einem herannahenden Schiff der Druck auf den Fisch so erhöht werden musste, dass dieser unweigerlich vom Haken ging. Das ist aber der einzigste Kritikpunkt der Angler gewesen, dieser lässt sich aber nicht ändern. Mal fahren viele, manchmal weniger dieser Kähne - c'est la vie! Die Bedingungen waren für alle teilnehmenden Angler gleich und so überwog schnell wieder das Positive unter den Teilnehmern.

 

Nach dem Angeln wurde ein sehr umfangreiches Mittagessen den Anglern präsentiert, welches bereits in der Startgebühr enthalten war und keine Wünsche offen ließ. Carsten und der 1. Vorsitzende des FV Trennfeld dankten danach den teilnehmenden Anglern und resümierten ebenfalls sehr positiv über diese Veranstaltung. Danach überreichte Carsten noch tolle Ehrengaben, welche großzügigerweise von der Fa. Sänger zur Verfügung gestellt wurden. Letztendlich konnten ca. 200 kg Fisch in den Vereinsee eingesetzt werden und bereichern bzw. ergänzen den geschädigten Fischbestand. Magic und Markus konnten insgesamt etwas über 11kg und Andreas und ich knapp 10kg Fisch erbeuten. Schöne und gewichtige Fische konnten wir an diesem Tag zur unserer Ausbeute zählen.

 

Nach Aussage von Carsten Heppert wird auch im kommenden Jahr diese Veranstaltung wieder in Zusammenarbeit mit dem FV Trennfeld stattfinden, vielleicht finden noch mehr Petrijünger den Weg an den fischreichen Main und unterstützen den ansässigen Verein in ihrem Hegeauftrag. Wir werden auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder am Sänger Cup teilnehmen und das bestens organisierte Angeln mit reichlich Fisch genießen.